Wer glaubt, ein Videopodcast entstehe einfach so, der irrt sich gewaltig. Hinter jedem Gespräch, das Sie auf Just'in Talk sehen, steckt eine Menge Arbeit, Vorbereitung und vor allem: echte menschliche Energie. Ich möchte Ihnen heute zeigen, wie ein Drehtag bei mir wirklich abläuft. Nicht die schöne Version. Die echte.
Alles beginnt lange vor der Kamera
Bevor mein Gast auch nur einen Fuß in den Raum setzt, habe ich bereits Tage damit verbracht, mich vorzubereiten. Ich schicke jedem Gast vorab ein persönliches Profil mit möglichen Gesprächsthemen. Nicht als starre Vorgabe, sondern als Einladung. Manche Themen werden gestrichen, neue kommen hinzu, manches entwickelt sich erst im Gespräch selbst. Genau das macht es lebendig.
Diese Vorbereitung ist für mich keine Pflicht, sie ist Respekt. Respekt gegenüber meinem Gast, der sich die Zeit nimmt, und Respekt gegenüber Ihnen als Zuschauer, die am Ende entscheiden, ob das Gespräch Ihre Zeit wert war.
Der Drehtag startet mit einem Coaching
Wir drehen nicht sofort los. Am Tag des Drehs beginnt alles mit einem Video-Coaching. Wir sprechen über Körpersprache, Blickkontakt, Atemrhythmus, den Umgang mit der Kamera. Das klingt nach Schauspielunterricht, ist es aber nicht. Es geht darum, dass sich mein Gast sicher fühlt.
Denn was danach kommt, ist kein gemütliches Gespräch am Kaffeetisch. Was danach kommt, ist Sprint und Marathon zugleich. Zwei bis drei Stunden, in denen jede Sekunde zählt. In denen man gleichzeitig zuhören, formulieren, präsent sein und gut aussehen muss. Das ist anstrengend. Das zehrt. Und das unterschätzen die meisten Gäste, bevor sie es selbst erlebt haben.
Hier wird gedreht, bis es sitzt
Just'in Talk ist kein „Unscripted"-Format, bei dem einfach alles drauf bleibt, was passiert. Wenn sich jemand verspricht, wenn ein Satz nicht sitzt, wenn das Gefühl nicht stimmt: wir drehen neu. Kein großes Drama, keine Enttäuschung. Einfach nochmal.
Und ja, das kann bedeuten, dass wir denselben Abschnitt vier oder fünf Mal aufnehmen, bis er so klingt, wie er klingen soll. Besonders für Gäste, die zum ersten Mal vor einer Kamera sitzen, ist das vollkommen normal. Die Nervosität, die fehlenden Worte, das Zögern: ich kenne das. Ich nehme jeden Gast an die Hand und begleite ihn durch diesen Prozess. Das ist meine Aufgabe.
Ernst und lustig zugleich, und das ist gut so
Was dabei immer wieder passiert, lässt sich am besten mit dem Abspann eines Kinofilms vergleichen. Sie kennen das: die Szene, in der die Schauspieler beim Dreh über sich selbst lachen, weil irgendetwas schief gelaufen ist. Bei uns ist das genauso. Mitten in einem Gespräch über Schimmelpilze, über Stahl oder über rechtliche Fragen passiert plötzlich etwas Unerwartetes, und wir lachen beide laut los.
Das ist kein Fehler. Das ist das Beste, was passieren kann. Diese Momente zeigen, dass wir wirklich da sind. Dass das kein aufgesetztes Format ist, sondern ein echtes Gespräch zwischen zwei Menschen.
Die Atmosphäre entsteht durch Menschen, nicht durch Einrichtung
Ich werde manchmal gefragt, wie wir diese besondere Stimmung in den Videos erreichen. Die Antwort lautet nicht: das richtige Licht, die richtige Kamera, der richtige Raum. Die Atmosphäre in Just'in Talk entsteht durch persönliche Ausstrahlung. Durch Respekt. Durch die Bereitschaft, wirklich zuzuhören.
Ich lege großen Wert darauf, dass jeder Gast am Ende des Drehtags das Gefühl hat: Das war richtig. Das war gut. Das war ich. Und genau das sehen Sie dann im Video.
An alle, die sich unsere Videos ansehen
Sie schenken uns Ihre Zeit. Das ist keine Selbstverständlichkeit, und das weiß ich. Jedes Mal, wenn Sie auf Play drücken, haben Sie sich bewusst entschieden, diesen Moment mit uns zu verbringen. Dafür bin ich aufrichtig dankbar. Es ist der Grund, warum ich jeden Drehtag mit demselben Anspruch angehe: Alles oder nichts.
Justin